Katharina Boehnke-Nill, Vorsitzende
Jahrgang 1958, Hörgeräte beidseitig

vorstand hoeren ohne barrieren - katharina-boehnke-nill

Seit über 20 Jahren trage ich beidseitig Hörgeräte. Aber erst 2007 in Kassel bei einer Documenta Führung für Schwerhörige habe ich das erste Mal erlebt, wie sich Hören mit Höranlage anhört. Hochbetrieb in den Ausstellungshallen, Hall und jede Menge Nebengeräusche, aber ich habe alles verstanden. Es war so, als wenn die Kunstführerin mir direkt ins Ohr spricht.

Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen. Seit diesem Tag, bin ich in meinem Umfeld ständig auf der Suche nach Veranstaltungen mit Höranlage. Leider Fehlanzeige :( . Das Aha-Erlebnis in Kassel geht mir nicht mehr aus dem Sinn. Ich wünsche mir, dass jeder Schwerhörige erlebt, wie sich „Hören ohne Barrieren“ anhört, dass überall Höranlagen eingebaut werden und Barrierefreiheit für Hörgeschädigte gewährleistet ist.

Rudi Münz, stellvertretender Vorsitzender

vorstand hob - jan stoeffler

Die Schwerhörigkeit ist weit verbreitet. Auch ich bin davon betroffen. In der Schule und im Studium sowie im Berufsleben hatte ich stets Probleme den Geschehnissen akustisch zu folgen. Ein Hörgerät habe ich eigentlich viel zu spät bekommen. Das Hörgerät, welches ich erst seit meinem 40. Lebensjahr trage, hat mir große Dienste geleistet. Durch den technischen Fortschritt bei den Hörgeräten, fühlte ich mich in der Berufswelt immer sicherer und im Privatleben sowieso.

Aber trotzdem sind für mich noch Hör-Barrieren vorhanden, wenn es um die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben geht. Bei Versammlungen in den Vereinen, Veranstaltungen im Theater u. Kinos, bei Feierlichkeiten aus besonderen Anlässen usw., habe ich große Schwierigkeiten, die Sprache zu verstehen. Heute weiß ich, dass es gute Lösungen gibt, diese Hör-Barrieren zu überwinden. Es geht um Techniken, die die Grenzen der Hörgeräte überschreiten und deshalb sehr hilfreich sind. Es ist erstaunlich, dass diese Techniken so wenig genutzt werden. Diese Hör-Techniken bekannt zu machen und dafür zu werben, dass diese auch eingesetzt werden, betrachte ich als eine sehr sinnvolle Aufgabe.

Ingrid van Santen, Schatzmeisterin

vorstand hob - ingrid van santen

Ich mache mit bei HoB, weil ich bei Veranstaltungen bei denen barrierefreies Hören dank einer induktiven Höranlage möglich war, immer problemlos teilhaben konnte.

Dass bei der Neuinstallation einer Lautsprecheranlage im öffentlichen Raum die Anschaffung einer solchen Höranlage vergessen wird, kann ich nicht nachvollziehen.

Ich möchte dazu beitragen, dass hörbehinderte Menschen durch den Einsatz von Höranlagen bei Veranstaltungen vor Ort dazugehören.
Nicht immer nur reden – sondern Handeln!

Lüder Fitschen, Beirat Tontechnik

vorstand hob - matthias weber

Ich bin 1962 geboren und arbeite seit mehr als 30 Jahren als Tontechniker, ab 1989 im STADEUM in Stade.

Darüber hinaus bin ich in der Firma „ARGE Fitschen & Weber“ freiberuflich als Fachplaner für Veranstaltungstechnik tätig.

Durch die Installation einer FM-Anlage im STADEUM, die von HoB maßgeblich angeregt wurde, bin ich durch Katharina Boehnke-Nill für die Belange von Schwerhörigen sensibilisiert worden. Ich möchte meinen technischen Sachverstand bei HoB e.V. einbringen.

Heike Fischer, Beirat Hörakustik

vorstand hob - heike fischer

Seit über 30 Jahre arbeite ich in meinem Beruf und das Wohl von schwerhörigen Menschen liegt mir am Herzen!
Eine Kulturveranstaltung in Himmelpforten 2010 mit Frau Boehnke-Nill, unser jetzigen Vorsitzenden von HoB, brachte den Stein in's rollen und damit den Verein "Hören ohne Barrieren" auf den Weg.

Mittels Höranlagen können Menschen mit Hörproblemen wieder mit Freude mittendrin bei Veranstaltungen dabei sein und sich wohl fülhlen. Diese Begeisterung wird Wellen schlagen, da bin ich mir sicher!

Jan Stöffler, Beirat Recht

vorstand hob - jan stoeffler

Ich bin Jahrgang 1974 und seit meinem 2. Lebensjahr beidseitiger Hörgeräteträger. Meine Frau ist seit der Geburt hochgradig schwerhörig und trägt beidseitig jeweils ein Cochlear Implant.

Ich bin als Rechtsanwalt in Buxtehude tätig und unterstütze insbesondere auch die Hörgeschädigten. Beruflich nutze ich die induktive Spule beim Telefonieren und privat beim Fernsehen eine induktive Ringschleife. Die Möglichkeiten, die mit dieser Technik verbunden sind, sollten viel verbreiteter sein.

Matthias Weber, künstlerischer Beirat

vorstand hob - matthias weber

Ich bin freischaffender Künstler und bin zu HoB in meiner Funktion als "künstlerischer Beirat" gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Bin nicht hörgeschädigt aber habe für das Anliegen von Hörgeschädigten an Teilnahme im Kulturbereich über persönliche Begegnungen Zugang gefunden.

Ich beschäftige mich neben der eigenen künstlerischen Produktion auch mit Fragen der Vermittlung von Kunst. Sowohl als Kunstführer im Stader Kunsthaus oder als Berater und Kurator für Ausstellungsprojekte habe ich neben meiner Tätigkeit als Kunstlehrer einen guten Einblick in die Kunstvermittlung.

Das Anliegen des Vereins HoB, dessen Tätigkeitsfeld große Schnittmengen in der Demokratisierung von Kulturvermittlung und das Ziel der Inklusion für Hörgeschädigte hat, unterstütze ich beratend in gestalterischen Fragen der Aussendarstellung des Vereins. Ein gutes Beispiel dafür die Ausstellung "Das 3. Ohr", im Rahmen des Aktionswochenendes im Februar 2012 im Schwedenspeicher Stade.

Prof. Dr. Dr. med. habil. Randolf Riemann, Gründungsmitglied, bis 2016 Vorstandsmitglied

vorstand hob - randolf riemann

Schon seit mehr als 20 Jahre bin ich als HNO-Arzt tätig und habe mich auf die Verbesserung des HÖRENS spezialisiert. Seitdem habe ich täglich Kontakt mit Schwerhörigen und kenne deren Leid.

Mit der Gründung unseres Vereins hoffe ich, das wir es schaffen, über die Grenzen des Landkreises Stade hinaus in ganz Deutschland die Betroffenen, deren Angehörige, Nicht-Betroffene, die Politik, die Krankenkassen und Gesundheitsverbände für ein Hören ohne Barrieren zu sensibilisieren, um im internationalen Vergleich bei diesem Thema nachzuholen.